Plattenrezension - Sixtus Preiss neue Single

Nachdem drei der Affine Jungs (The Clonious, Cid Rim & Sixtus Preiss) letzte Woche im Interview Rede und Antwort standen, gibt es ...

Nachdem drei der Affine Jungs (The Clonious, Cid Rim & Sixtus Preiss) letzte Woche im Interview Rede und Antwort standen, gibt es heute gleich was auf den Gehörgang von Vinyl. Schräg anmutend, dabei irgendwie niedlich, groovig und verstörend zugleich, zeigt sich die im Oktober herausgekommene 12" Single. Die Rede ist hier von der aktuellsten Veröffentlichung des Herrn Sixtus Preiss - Samba feelin beein´ this/Kation. Eines sei im Vorfeld gesagt; Wer dazu nicht mindestens mit dem Kopf nickt oder wild den Hampelmann tanzt, bei dem ist tatsächlich alles zu spät. Eine Rezension:










Samba feelin beein this: S.f.b.t. schlägt gleich mit voller Wucht los um sich nach wenigen Schrecksekunden in einem gemächlichen, dem Hip-Hop innewohnenden Tempo einzupendeln. Unterstützt wird der Beat von einem Loop, der nach einer Mischung aus Scratchgeräuschen und einer brasilianischen Cuíca klingt, welche üblicherweise eher beim Bossa Nova verwendet wird, jedoch auch beim Samba vorkommen kann. Soviel zu Teil 1 der Würdigung des Samba in diesem Lied. Darauf folgen futuristische Synthie-Sounds, die dem Lied eine zusätzlich verschrobene Note geben, während Loop und Beat konstant den Kopf zum Nicken bringen. Im weiteren Verlauf nimmt der Beat weiter Fahrt auf und prügelt gekonnt auf die Synthies ein. Während dessen, ließ Sixtus es sich nicht nehmen, einen Skit einzuspielen, der Teil 2 des Tributs an den Samba widerspiegelt. Der Track macht Spaß, lädt zum entdecken ein, ist durchaus tanzbar und hat, ungleich seines Namens, musikalisch nur bedingt mit Samba zu tun. Wer also brasilianische Rhythmen erwartet, wird erst einmal enttäuscht - kein Grund zum Weinen. Die Nadel auf Anfang setzen, Boxen laut aufdrehen und mit einem Caipirinha genießen, dann stellt sich die Urlaubsstimmung von selber ein.

Kation: Hier gibt es von Anfang an kein Erbarmen mit der Tanzmuskulatur. Da müssen sich von Anfang an die Beine bewegen und die Arme im Takt schlottern. Der Beat prügelt gleich fest und monoton durch die Boxen. Damit nicht genug, folgt kurz darauf eine schräge wie geschmeidig-eingängige Melodie, die teilweise an Beeker von der Muppet Show erinnert. Warme Synthie-Akkorde untermalen den Sound und geben ihm eine harmonische Note in all dem herrlichen Klanggewitter. Einzige Abhilfe verschafft eigentlich nur unentwegtes Headbangen und Luft-Schlagzeug spielen. Das ist neu, das ist frisch und verrückt - weiter so!

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